Im Jahr 2016 sind die Gehälter der Auszubildenden erneut gestiegen. Wer zu den "Topverdienern" zählt und wer das Nachsehen hat, erfahrt ihr hier...

frau mit lupe

Die Auswertung des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) ergab, dass die Gehälter der Auszubildenden im Durchschnitt in Westdeutschland auf 859 Euro brutto im Monat und in Ostdeutschland auf 807 Euro gestiegen sind. Die Gehälter in Ost und West haben sich etwas angeglichen. Im Jahr 2016 lag das Gehalt der Azubis im Osten bei durchschnittlich 94 % im Vergleich zum Azubi im Westen.

Wer verdient am Meisten? Wer ist Schlusslicht?

Deutlich an der Spitze liegen die Berufe im Bauhauptgewerbe, wie zum Beispiel die Maurer mit einem Gehalt von 1042 Euro monatlich. Mechatroniker/Mechatronikerinn können sich ebenso über eine hohe Vergütung durch die tarifliche Einigung freuen: Sie erhielten durchschnittlich 1023 Euro. Auch die Berufe Kaufmann/-Frau für Versicherungen und Finanzen, Industriemechaniker/Industriemechanikerin, Medientechnologe/Medientechnologin Druck und Industriekaufmann/industriekauffrau lagen im oberen Vergütungsbereich.

Wenig verdienten hingegen Azubis in den Berufen Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin (670 Euro), Florist/Floristin (587 Euro) sowie Bäcker/Bäckerin (570 Euro in West und Ost).

Die von der BIBB errechneten Vergütungen sind die Mittelwerte der gesamten Ausbildung. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr steigt die Ausbildungsvergütung im Vergleich zum ersten Jahr. Hier geht es zum Fachbeitrag der BIBB mit mehreren Schaubildern.

Frauen verdienen weniger

Im Gehältervergleich fällt auf, dass Frauen weniger verdienen als Männer. So verdienten die männlichen Azubis in Westdeutschland durchschnittlich 864 Euro, die weiblichen Auzubis 836 Euro. Das BIBB sieht die Gründe darin, dass die Frauen sich häufig für die Berufe entscheiden, in denen das Gehalt niedriger ist.

Hier gibt es eine Übersicht aller Berufe mit den Ausbildungsvergütungen in den einzelnen Ausbildungsjahren. Diese wurde ebenfalls von der BIBB zusammengestellt.

Quelle

Bundesinstitut für Berufsbildung, 31.07.2017, 13:19 Uhr