Hast Du alle Hürden  - Bewerbung, Einstellungstest, Vorstellungsgepräch - erfolgreich hinter Dich gebracht und den Ausbildungsplatz erhalten? Glückwunsch! Hier sind einige Tipps, wie Du erfolgreich in die Ausbildung startest und Fettnäpfchen umgehst.

Die ersten Monate sind in der Ausbildung deshalb so wichtig, weil Du Dich noch in der Probezeit befindest. Oft gilt die Probezeit als eine Phase, in der der Arbeitgeber ohne Begründung die Kündigung aussprechen kann. Außerdem fängt nun für Dich ein völlig neuer Lebensabschnitt an - Du startest eine Ausbildung und bist für ein Unternehmen tätig.

Wir haben Dir ein paar Tipps zusammengestellt, die Dir den Start erleichtern können:

Über die Firma informieren
Vor Deinem Ausbildungsstart solltest Du Dich über die Firma informieren (über Flyer, das Internet). So hast Du bereits vor den ersten Tagen Informationen und die Aufregung lässt etwas nach.

Der erste Tag in der Ausbildung 
Sehr wahrscheinlich wirst Du am ersten Tag nicht richtig arbeiten, sondern die Firma kennenlernen. Du wirst den Mitarbeitern und Kollegen vorgestellt. Gehe offen und freundlich auf die Mitarbeiter zu, vielleicht gelingt es Dir, einige der Namen zu merken. Stelle Dich mit Deinem Namen vor. Wichtige Info: Der erste Eindruck entscheidet meist darüber, ob die Person akzeptiert wird oder nicht. Plane in den ersten Tagen ruhige Abende ein, damit Du am nächsten Tag fit und ausgeruht bist.

Sage ich "Sie" oder "Du"?
Duze die Kollegen erst, wenn sie es Dir anbieten. Auf jeden Fall solltest Du Deinen Chef siezen. Der Dienstältere bietet das Du an, nicht umgekehrt! Achtung: Vor Kunden den Kollegen nicht mit Vornamen ansprechen, lieber den Nachnamen wählen.

Pünktlichkeit
Wenn Du ständig zu spät bist, schaut sich das kein Chef lange an. Auch verbaust Du Dir die Chancen darauf, im Unternehmen weiterzukommen.

Teamplaying
Zeige Dich offen und freundlich gegenüber Deinen Kollegen. Erzähle ruhig etwas von Dir - aber Vorsicht: Setze zu Beginn Privates gut dosiert ein und breite nicht Dein ganzes Privatleben vor den Kollegen aus - sonst gilst Du als Plaudertasche. Versuche, Dich ins Team zu integrieren, indem Du Fragen stellst. Wenn Du mal nichts zu tun hast, frage einen Kollegen, ob Du etwas übernehmen kannst. Halte Dich bei Klatsch und Tratsch zurück, besonders wenn die Kollegen über andere lästern wollen. 

Augen auf und Ohren gespitzt
Nutze die ersten Wochen, um die Arbeitsabläufe und Regeln kennenzulernen. Die Unternehmen erwarten, dass sich die Anfänger anpassen und nicht den Ablauf stören. Halte Dich mit Verbesserungsvorschlägen zunächst zurück und übe Dich in Geduld. Sonst könntest Du Dich schnell unbeliebt machen. Du kannst diese in einer passenden Gelegenheit einbringen, aber so, dass Du niemanden blamierst.

Fragen stellen, Notizen machen und so Vertrauen aufbauen
Du bist der Neuling: Also stelle ruhig Fragen. So wirkst Du lernbereit und engagiert und kannst Wissenslücken, die logischerweise zu Beginn existieren, beseitigen. Fertige Dir Notizen an, so kannst Du nachlesen und musst nicht immer wieder das Gleiche fragen. Besonders bei Anfängern wird erwartet, dass die Aufgaben gewissenhaft erledigt werden. Das kann auch manchmal dazu führen, dass Du ein paar Minuten länger arbeiten musst. So bleibst Du Deinem Chef als flexibel und einsatzbereit in Erinnerung und hinterlässt bei den Kollegen auch einen guten Eindruck.

Fehler? Kein Problem
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, Fehler passieren jedem. Jedoch ist dann die Frage, wie man damit umgeht: Sobald Du feststellst, dass Dir ein Fehler passiert ist, dann spreche es an und entschuldige Dich dafür. Versuche, den Fehler zu beheben. Wenn Du einen Fehler vertuschst oder ihn anderen in die Schuhe schiebst, verlierst Du das Vertrauen.

Geschäftsessen
Du solltest diese Tischmanieren auf jeden Fall beherrschen: Bei einem Büfett nicht den Teller randvoll schaufeln - Du kannst mehrmals gehen. Nicht am Tisch mit dem Zahnstocher im Mund herumpulen. Wenn mehrere Bestecke neben Deinem Teller liegen - benutze das äußere immer zuerst. Das Besteck zum Mund führen und nicht anders herum. Schalte im Vorfeld Dein Handy aus.

Mach den Test der AOK: Wie gut sind Deine Umgangsformen?

Quelle:
"Job-Knigge - Bitte recht freundlich" auf der Seite der AOK-on (17.03.2015 um 9:40 Uhr)